Vor einigen Wochen habe ich mich bei der Deutschen Gesellschaft für Personalführung für den „HR Next Generation Award“ beworben. Die Frage nach dem „Warum“ ist ganz einfach zu beantworten. Weil es mir ein Anliegen ist, moderne Arbeitskultur in Deutschland anzustoßen, Mindset zu verändern und Offenheit gegenüber neuen Arbeitsweisen zu fördern. Und um das zu schaffen, müssen Informationen fließen und Anstöße gegeben werden und HR muss den Wandel gezielt mitgestalten. Was bietet sich da als Zielgruppe besser an, als eine Vielzahl an HR-Vertretern aus ganz Deutschland? Der zweitägige Kongress wird sich um die Zukunft des HR drehen und im Rahmen der Veranstaltung werde ich die Möglichkeit haben, mit einem Pitch im Finale um den Award einen Impuls zu setzen und werde hierbei den Fokus auf Generation Y bzw. die Millenials, digitale Arbeitskultur und damit meinem digitalen Nomadentum mit Remote Year legen.

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Denn, eines ist klar: Dank Digitalisierung wird sich unsere (Arbeits-)welt immer rasanter ändern, noch komplexer werden und wir werden uns weiterhin in einem kontinuierlichen Wandel befinden. Wir sind derzeit in der vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0) und damit gleichzeitig im Bereich Arbeit 4.0. Das bietet enorme Chancen für Unternehmen, aber auch Herausforderungen. Vor allem, wenn es wenige oder keine „Best Practice“ auf dem Markt gibt, auf die Unternehmen zurückgreifen können. Es müssen „Next Practices“ entwickelt, getestet und gelebt werden.

Die bestehenden Technologien machen es möglich

Um nun für diese Revolution gewappnet sowie zukunftsfähig zu sein und mit dem Wandel umgehen zu können, brauchen Unternehmen Leute mit dem richtigen Mindset an Bord. Das ist alter Kaffee. Denn es ging schon immer darum, dass wir die richtigen Leute an der richtigen Stelle brauchen. Was aber für die künftigen Besetzungen neu ist, ist, dass sich unsere Kandidaten auf dem Bewerbermarkt verändert haben. Sie sind derzeit zu großen Teilen Angehörige der Generation Y oder auch allgemeiner gesagt, die Millenials. Dies gilt auch für diejenigen, die bereits im Unternehmen sind. Sie sind im gesellschaftlichen materiellen Wohlstand, digital und dank der vernetzten Welt, mit schier unbegrenzten Möglichkeiten aufgewachsen. Sie tragen andere Werte und Lebensgrundsätze in sich und wir sollten ein entsprechendes Arbeitsumfeld bieten. Die bestehenden Technologien machen dies auch möglich. Nur so recht leben, wollen dies derzeit noch die wenigsten Unternehmen.

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Sie haben andere Ansprüche an eine Arbeitskultur

Wir sollten uns mit diesen Kandidaten, ob bereits im Unternehmen oder auf dem Bewerbermarkt, auseinander setzen. Wir sollten wissen, wie sie Work-Life-Balance definieren. Wir sollten wissen, was sie von einer Führungskraft erwarten. Wir sollten wissen, was die tatsächlich attraktiven Benefits für sie sind. Wir sollten wissen, „wie“ sie arbeiten wollen. Und damit möchte ich gar nicht zwangsläufig ausdrücken, dass ich hier ausschließlich von der Generation Y spreche. Generation Y ist aber eben gerade die Generation, die als erstes im digitalen Zeitalter aufgewachsen ist und damit andere Ansprüche an eine Arbeitskultur hat. Und das wird sich auch nicht mit den nachfolgenden Generationen verändern – denn diese werden noch stärker digital aufgewachsen.

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Es wird künftig nicht weniger digital

In diesem Sinne geht es nicht darum, dass Unternehmen nur für eine spezifische Generation umdenken, sondern für die Zukunft in Summe. Wenn wir uns damit nicht auseinander setzen Next- und schließlich Best Practices zu entwickeln, dann werden wir früher oder später abgehängt. Denn was ich euch versprechen kann – es wird nicht weniger digital. Und mit dieser Digitalisierung gehen Möglichkeiten in Arbeitsweisen und Zusammenarbeit einher als auch Anforderungen an unsere bestehende und künftige Belegschaft. Es geht um ein Mindset, das wir brauchen, um dem Wandel zu begegnen und um Technologien, die es gibt, deren Möglichkeiten wir ausschöpfen sollten. Ein Mindset und Fähigkeiten, die in erster Linie davon gezeichnet sind im Change zu leben und diesen zu gestalten. In diesem Sinne: Be the Change.

1 Comment

  1. Nora 6. Oktober 2016 at 12:43

    Ich muss schmunzeln. Denn gerade heute habe ich solche „Ansprüche“ geltend gemacht…. von 6.30 -9:00 Uhr homeoffice. Hierbei die Sportkleidung schon getragen, Tasche schon gepackt und dann ab in den Sportkurs. Der Sport-Terminblocker von 9:00-11:00 Uhr war extrem wichtig für mich. Sport ist mein Ventil, jetzt bin ich besser gelaunt und einfach entspannt- nun ist es mir egal, ob ich bis 18:00 Uhr oder 18:30 Uhr im Büro bleibe.

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